WEITERBILDENDES FERNSTUDIUM NEBEN FAMILIE UND BERUF.

Inklusion bedeutet, dass alle Menschen selbstbestimmt am gesellschaftlichen Leben teilnehmen und niemand separiert oder sogar ausgeschlossen wird. Das gilt grundsätzlich für alle Lebensbereiche. Auf den Bildungssektor angewendet heißt dies konkret, dass es künftig nur noch ‘eine Schule für alle’ geben soll und Kinder mit und ohne Behinderung gemeinsam unterrichtet werden.

Der Studiengang ‘Inklusion und Schule’ zielt darauf ab, die Lücke zwischen den Inhalten der klassischen Lehrer*innenausbildung und den Anforderungen, denen Lehrende an Schulen sich heute in der Praxis gegenübersehen, zu schließen und zu professioneller Handlungskompetenz anzuleiten.

Der Studiengang ist als berufsbegleitendes Fernstudium konzipiert und schließt mit dem “Master of Arts” ab.

Die Umsetzung dieser Forderung stellt die Schule vor neue Herausforderungen. Benötigt werden u.a. Lehrer*innen, die über die notwendigen Kompetenzen einer inklusiven Bildung verfügen und den Unterricht entsprechend der jeweiligen Bedürfnisse gestalten, die notwendigen Unterstützungsleistungen erkennen und in Zusammenarbeit mit Dritten einleiten können. Schulleitungen sind aufgefordert, bestehende Schulentwicklungskonzepte an die Anforderungen von Inklusion anzupassen und die Personal- und Einsatzplanungen an der ‘neuen Schule’, die eine für alle ist, auszurichten.

INFOMATERIAL UND ZULASSUNGSANTRAG
RUNTERLADEN

UNSER TEAM

PROF. DR. PETER RÖDLER

Fachlicher Leiter

KATHARINA HEROLD M.A.

Koordinatorin

SARAH LEWANDOWSKI

Sachbearbeiterin

+49 261 287 1502

+49 261 287 1571

IHRE VORTEILE

→Anerkannter Universitäts-Abschluss→Auch ohne Abitur studierbar→Kompetent begleitet und betreut studieren
→Kostengünstig→Selbstbestimmtes Lernen→Studieren und weiterbilden trotz Beruf oder anderweitigen Verpflichtungen
→Studieren und weiterbilden wann und wo man will→Wenige Präsenzpflichten

STUDIENINHALTE

Der Studiengang Inklusion und Schule umfasst insgesamt 12 Module und wird durch die Masterarbeit abgeschlossen. Die Module umfassen unter anderem folgende Themenbereiche:

1. Semester

MODUL 01:
MENSCHENBILD, ANTHROPOLOGISCHE GRUNDLAGEN

Inklusion als Anspruch an eine voraussetzungslos allgemeine theoretische Grundlage, Biologische Unbestimmtheit als anthropologische Grundlage, Wahrnehmungsverarbeitung bei Wegfall innerer Organisatoren, Sprachraum (Kultur) als notwendiger Ergänzungsraum, Relationalität als Wesen des Menschen, Dialektisches Verhältnis von Freiheit und Abhängigkeit, Aneignung als Kulturkonsum und Kulturproduktion, Dialektik von Individualisierung und Vergesellschaftung, Über das Verhältnis von Wunsch und Zeit, Über das Verhältnis von Funktion und Sinn, Folgerungen für pädagogisches und didaktisches Handeln im Sinne der Inklusion

MODUL 02:
INKLUSIVE PÄDAGOGIK UND UNTERRICHTSENTWICKLUNG

Begriff und Gegenstand, Fortdauernde Facetten von Exklusion, Von der Selektion durch Integration durch Inklusion, Allgemeine Pädagogik

MODUL 03:
MODELLE UND KONZEPTE DER GESTALTUNG VON INKLUSION

Theoretische Klärung von gelingendem inklusivem Unterricht und einer gelingenden inklusiven, chulentwicklung auf der Basis allgemeiner didaktischer Kategorien (gemeinsamer Gegenstand), im Besonderen finden folgende Aspekte Berücksichtigung: Demokratie und Partizipation, Beziehungsgestaltung, methodische Konzepte, Schulkultur, daraus abgeleitete Indikatoren Analysegrundlage für Fallbeispiele, Analyse von Fallbeispielen

2. Semester

MODUL 04:
GESCHICHTLICHE DER EXKLUSION UND DIE FORDERUNG DER INKLUSION

Geschichtswissenschaftliche Grundlagen, Geschichte der Exklusion, Forderung nach Inklusion

MODUL 05:
DIDAKTIK UND INKLUSION

Inklusive Didaktik als voraussetzungslos allgemeine Didaktik, Unterricht, Lernen und Entwicklung, Didaktik und der soziale Raum der Möglichkeiten, Didaktische Modelle und Konzepte mit Blick auf Inklusion, Mehrdimensionale Reflexive Didaktik

MODUL 06:
LERNSTANDSDIAGNOSTIK, LERNBERATUNG, FÖRDERDIAGNOSTIK

Pädagogische Diagnostik als eine individuelle, nicht eine besondere Diagnostik, Grundverständnis von Diagnostik als subsidiäre Tätigkeit zur Informationsgewinnung Diagnostische, Diagnostische Zielsetzungen und Fragestellungen für inklusiv gestaltete pädagogische Prozesse, Übersicht über pädagogisch angemessene diagnostische Vorgehensweisen und Verfahren, Ausblick: Anzustrebende Balance zwischen Offenheit und Verbindlichkeit diagnostischer Aussagen

3. Semester

MODUL 07:
BEHINDERNDE GESELLSCHAFTLICHE REALITÄT

Die Geschichte der Konstruktion von Behinderung, Zuschreibungen, Enteignung des Selbst, 1981: Die Selbstbestimmt-Leben Bewegung, 1989: Die Singer Debatte, Innensichten: Einsichten in die Lebensrealität von Menschen, die gesellschaftlichen Festschreibungen und Ausgrenzungen ausgesetzt sind

MODUL 08:
NATIONALE UND INTERNATIONALE PERSPEKTIVEN DER INKLUSION

Phasen und Formen des pädagogischen Umgangs mit behinderten Menschen, Hintergründe der Integrations-/Inklusionsbewegung, Verhältnis von Integration und Inklusion, Verlautbarungen einflussreicher internationaler Organisationen (wie: UN, UNESCO, WHO, OECD) sowie staatlicher Großräume (EU, USA, Kanada, GB), Hinweise zur Verwirklichung der Integrations-/Inklusions-Idee

MODUL 09:
QUALITÄT FÜR INKLUSION UND SCHULE

Qualität als relationaler Begriff, Bildungspolitischer Kontext der Qualitätsdiskussion, Qualitätsevaluation und -sicherung als Instrumente der Steuerung im Bildungswesen, Qualitätskriterien auf struktureller, organisatorischer und inhaltlicher Ebene von Schule, Qualität von Inklusion in Schule, Voraussetzungen für die Implementation von QE an Schulen, Instrumente der Qualitätsentwicklung auf unterschiedlichen Ebenen von Schule, Qualitätsindikatoren inklusiver Bildung, Verflechtungen QM, Personalentwicklung, Organisationsentwicklung, Ausblick: Partizipative Qualitätsentwicklung?

4. Semester

MODUL 10:
RECHTLICHE UND POLITISCHE DIMENSION

Recht, Menschenrechte, UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen (UN-BRK)

MODUL 11:
INKLUSIVE SCHULE IM SOZIALRAUM

Theoretische und konzeptionelle Klärung der Sozialraumperspektive, Schule als Spiegel des sozialen Umfelds, Integrative/inklusive Prozesse auf allen Ebenen, Kommunale Bildungslandschaften für Inklusion, Exkurs: Jugendhilfeplanung, kommunale Teilhabeplanung, Vernetzung als Unterstützungsstruktur, Lernorte im Sozialraum

MODUL 12:
SCHULENTWICKLUNG UND INKLUSION

Schule als soziale Organisation mit spezifischen Eigenschaften, Theorie des Veränderungsmanagements, Instrumente zur Statusanalyse einer Schule, Strukturelle Voraussetzung inklusiver Schulentwicklung, Persönliche Haltung zu Inklusion in Schule und Gesellschaft, Entwicklung einer inklusiven Schulkultur, Formen der Kooperation, Dialogkompetenz und Teamarbeit, Widerstände inklusiver Schulentwicklung, Schulische Inklusion als gesamtgesellschaftliches Projekt

5. Semester

MASTERARBEIT

TESTIMONIALS

STECKBRIEF

Anbieter

Zentrum für Fernstudien und Universitäre Weiterbildung (ZFUW) Mehr erfahren

Studiengang

Inklusion und Schule

Bewerbung

bis zum 15.09.

Studiendauer

5 Semester Regelstudienzeit

Studienformat

Weiterbildendes Fernstudium, berufsbegleitend

Abschluss

Master of Arts (M.A.)

Zulassungsvoraussetzungen

Erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss plus mind. 1 Jahr einschlägige Berufserfahrung oder (bei fehlendem Erststudium) Eignung durch den Beruf (mind. 3 Jahre einschlägige Berufserfahrung) mit Eignungsprüfung

Zulassungsbeschränkungen

Keine

Studienbeginn

Wintersemester (Oktober)

Kosten

1090,00 € pro Semester, zzgl. 89,00 € Sozialbeitrag